Beckenbodentraining durch die Praxis für Physiotherapie "Physio Two" in Erfurt

Beckenbodentraining

...umfasst die Muskulatur, die im Inneren des Beckens flächig und netzartig gespannt ist.
Sie trägt und stützt die inneren Organe und verschließt Harnröhre und Darm.
Ein schlaffer Beckenboden lässt die Unterleibsorgane absinken und mindert die Haltefunktion für Urin und Stuhl.

Die Beckenbodenmuskulatur bewegt keine Gelenke und ist daher häufig - zumal bei Beschwerdefreiheit - in den Hintergrund unseres Bewusstseins gerückt.
Dennoch gehorcht sie unserem Willen und ist daher übungsfähig.

Die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur ist eng mit der von Bauch, Rücken und Hüfte verknüpft. Bei der Atmung arbeitet sie mit dem Zwerchfell, dem oberen Abschluss der Bauchhöhle, zusammen. Willentlich und unwillentlich arbeitet sie bei sexueller Aktivität. Ein Beckenbodentraining umfasst Spannungs- und Entspannungsübungen für den Beckenboden. Teilweise erfolgen diese Übungen unter Anleitung eines Physiotherapeuten. Ein kräftiger und gesunder Beckenboden bietet allen inneren Organen Halt. Er kann zu einem positiven Körpergefühl entscheidend beitragen, eine gesunde Haltung fördern und sogar einen positiven Einfluss auf unser sexuelles Erleben haben. Kurzum: Ein gesunder Beckenboden ist Kraftzentrum für den gesamten Körper.

Ist der Beckenboden nicht kräftig genug, können verschiedene gesundheitliche Probleme auftreten. In folgenden Bereichen kann ein gezieltes Beckenbodentraining hilfreich sein:

Geschlecht Bereich
weiblich
  • vor und nach der Schwangerschaft und Geburt
  • bei Hormonveränderungen in den Wechseljahren
  • bei Gebärmuttersenkung
  • bei Operationen im Beckenbereich
männlich
  • nach Operationen an der Prostata
  • bei Potenzproblemen
beide
  • Blasenschwäche
  • Darmschwäche
  • Übergewicht
  • Haltungsschwächen

 

Funktionsweise des Beckenbodens grafisch:

 


Lage des Beckenbodens:
1. Steißbein 
2. Enddarm
3. Gebärmutter
4. Blase
5. Schambein